Die richtige Einstellung des Bürodrehstuhls

Die richtige Einstellung des Bürodrehstuhls

Voraussetzung für die richtige Einstellung des Bürodrehstuhls ist, dass der Benutzer eine aufrechte Sitzposition auf dem Bürostuhl einnimmt und die Sitzposition auf der Sitzfläche so weit hinten ist, dass das Becken von der Lehne gestützt werden kann.

• Die richtige Einstellung der Sitzhöhe hängt davon ab, ob ein höheneinstellbarer oder ein nicht höheneinstellbarer Arbeitstisch benutzt wird.

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• Bei einem nicht höheneinstellbaren Tisch (Tischhöhe in der Regel 720 mm) muss die Sitzhöhe so eingestellt werden, dass die Ellenbogen bei senkrecht gehaltenen

Oberarmen in etwa auf gleicher Höhe sind wie die Tischoberfläche. Um diese Sitzposition zu ermöglichen, muss eine kleine Person die Sitzhöhe hoch und eine große Person die Sitzhöhe niedriger einstellen. Damit auch die zweite Anforderung an eine richtige Sitzgrundposition erfüllt wird, nämlich waagerechte Oberschenkelstellung und etwa senkrecht stehende Unterschenkel, müssen kleinere Personen in dieser Arbeitsplatzsituation Fußstützen verwenden.

• Bei höheneinstellbaren Arbeitstischen wird die Sitzhöhe entsprechend der rechtwinkligen Oberschenkel-/Unterschenkelstellung passend eingestellt – die Füße stehen auf dem Boden. In dieser Situation ergibt sich für kleine Personen eine niedrige Sitzhöhe, für große Personen eine hohe Sitzhöhe.

Danach wird die passende Arbeitstischhöhe in der Weise individuell eingestellt, dass eine sinnvolle Oberkörperhaltung entsteht (etwa rechtwinklige Oberarm-/Unterarmstellung). Dieses Einstellprinzip funktioniert bei den marktgängigen Einstellbereichen der Arbeitstische (ca. 650 – 790 mm) für eher mittelgroße und große Personen. Kleine Personen mit einer Körpergröße bis ca. 160 cm benötigen trotz unterster Tischhöheneinstellung nach wie vor Fußstützen für eine optimal eingestellte Sitzgrundposition.

• Falls die Rückenlehne höheneinstellbar ist, muss deren Einstellung so erfolgen, dass die Becken-/Lordosenstütze der Lehne im Bereich der maximalen Vorwölbung der Lendenwirbellordose positioniert wird.

• Falls die Armlehnen höheneinstellbar sind, müssen diese so justiert werden, dass die Unterarme bei aufrechtem Sitzen möglichst vollflächig in Kontakt kommen, da hierdurch die Schulter-/Nackenmuskulatur entlastet wird. Zu niedrig eingestellte Armlehnen provozieren eine Rundrückenhaltung.

• Für richtiges dynamisches Sitzen muss die Rückstellkraft der Synchronmechanik auf das individuelle Körpergewicht eingestellt werden. Der synchrone Bewegungsablauf des Stuhls mit regelmäßigem Wechsel der Sitzhaltungen wird nur dann wirklich genutzt, wenn die Rückstellkraft individuell angepasst ist, also

• der Bewegungsablauf ohne größere Kraftaufwendung möglich ist,

• die Lehne genügend Stützwirkung bietet, um ein Nach-hinten-Fallen zu vermeiden.

Quelle: LÖFFLER GmbH Reichenschwand „Die Ergonomie des bewegten Sitzens“

 

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